Der parodontologische Patient in der Praxis

Sa. 18.05.19, 9:00 – 13:00 Uhr
Prof. Dr. James Deschner, Mainz
Gebühr: 100 €, Fortbildungspunkte: 5
Fortbildung für Zahnärztinnen und Zahnärzte

 

Parodontitis ist eine chronische Entzündungserkrankung, die von pathogenen
Bakterien im subgingivalen Biofilm unter Beteiligung von anderen Risikofaktoren
hervorgerufen wird. Parodontitis kann in den allermeisten Fällen durch eine manuelle
bzw. maschinelle Instrumentierung der Wurzeloberfläche, eventuell kombiniert
mit Antibiotika, sehr erfolgreich therapiert werden. Laser- und photodynamische
Therapie, der Einsatz von Pulverstrahlgeräten, Probiotika sowie die Mo -
dulation der Wirtsantwort sind moderne Verfahren, die zur Unterstützung der
konservativen Parodontitistherapie zur Verfügung stehen. In speziellen Situationen
können parodontalchirurgische (vor allem regenerative und resektive) Verfahren
zur Behandlung von parodontalen Erkrankungen indiziert sein. Parodontitis steht
in einem engen Zusammenhang mit Erkrankungen des Gesamtorganismus (kardio -
vaskuläre Erkrankungen, Diabetes mellitus, Adipositas, rheumatoide Arthritis, Osteoporose,
chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Pneumonien, Nierenerkrankungen,
Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Frühgeburtlichkeit und Untergewichtigkeit
von Neugeborenen). Der Vortrag widmet sich daher auch den
Konsequenzen, die sich aus den Interaktionen zwischen parodontalen und sys -
temischen Erkrankungen für die Patientenaufklärung, Anamnese, Diagnostik,
Therapie und weitere Betreuung von parodontalerkrankten Patienten ergeben.