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GOZ Punktwert: Seit 1988 dieselben 11 Pfennige

GOZ Punktwert

Seit 1988 dieselbe 11

© bzaek

Ein Mauerfall, eine Wiedervereinigung und eine neue Währung, neun Gesundheitsminister, fünf US-Präsidenten und sogar drei Päpste hatten wir seit 1988.

Geblieben ist lediglich der GOZ-Punktwert für die Bewertung privatzahnärztlicher Leistungen, der seit 1988 unverändert bei 11 Pfennig liegt.

Denn seit 30 Jahren weigert sich der Gesetzgeber, diesen Punktwert in der Gebührenordnung für Zahnärzte anzupassen.

Die Bundeszahnärztekammer hat eine fokussierte Aufklärung gestartet, um die Entscheidungsträger daran zu erinnern, dass Preise von 1988 nicht der Maßstab für die Preise von heute sein können.

Im Mittelpunkt steht eine „11 Pfennig“-Münze, symbolisch für einen Punktwert, der aus der Zeit gefallen ist.

In den Zahnarztpraxen arbeiten hochqualifizierte Menschen, die sich engagiert um ihre Patienten kümmern. Sie haben mehr verdient als eine Vergütung auf der Basis von 1988.

Zeit der Nichtanpassung des GOZ-Punktwertes aktuell: 30 Jahre und 7 Monate.

 

Faktenblatt: Zahnmedizin in Zahlen

 

1 Das ist die Position Deutschlands als größter zahnmedizinische Markt in Europa.

 

2,2 beträgt der ökonomische Fußabdruck der Zahnärzte in Deutschland. Das bedeutet, dass jeder erwirtschaftete Euro weitere 1,2 Euro in anderen Bereichen generiert.

 

70.000 Zahnärztinnen und -ärzte kümmern sich jeden Tag um die zahnmedizinische Versorgung ihrer Patienten.

                                                                                                                                                          

76.000 Erwerbstätige mehr – das ist die Prognose für den Beschäftigtenzuwachs in der Mundgesundheitswirtschaft von 2012 bis 2030. Ein Grund: Die Menschen achten mehr auf ihre Zähne und gehen häufiger zum Zahnarzt.

 

391.000 Menschen arbeiten in Praxen, Krankenhäusern und Öffentlichem Gesundheitsdienst an der zahnmedizinischen Versorgung der Patienten.

 

878.000 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von der zahnmedizinischen Versorgung ab. Zum Vergleich: In der Automobilindustrie arbeiteten im Jahr 2017 819.996 Menschen.

 

21,4 Milliarden Euro – diese Summe wurde im zahnärztlichen System erwirtschaftet. Das entspricht fast einem Prozent (0,8 Prozent) der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland.

 

46 Milliarden Euro ist die Summe, die die zahnärztliche Versorgung direkt oder indirekt zur Bruttowertschöpfung beiträgt.

 

Quelle: BZÄK (Stat. Jahrbuch, Satellitenkonto et al)